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Brennstoff mit Zukunft

Wie und wo werden Holzpellets gelagert?

Die gesetzlichen Anforderungen zur Lagerung von Holzpellets sind im Rahmen der Feuerungsverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen geregelt. Bis zu einer Lagermenge von 15 Tonnen werden keine speziellen Anforderungen an den Brennstofflagerraum gestellt. Im Lagerraum dürfen sich keine elektrischen Installationen befinden.
Werden Holzpellets lose angeliefert und gelagert, ist ein geschlossener und staubdichter Lagerraum zu empfehlen. Für die Befüllung sind zwei Anschlüsse – zum Einblasen der Pellets und zum Absaugen des entstehenden Staubes bzw. für den Druckausgleich – notwendig. 
Die notwendige Größe des Lagerraumes orientiert sich entweder zwangsläufig an vorhandenen Räumlichkeiten oder kann beim Neubau den Anforderungen entsprechend berechnet werden.
Wurde bisher mit Heizöl geheizt, ist der ehemalige Heizöllagerraum meistens als neues Pelletslager ausreichend.
Der Rohlagerraum kann nach der Faustregel 0,9 m3 pro kW Wärmeleistung berechnet werden und ist so zu gestalten, dass durch einen schrägen Boden (ca. 45° zur Entnahmeschnecke hin) die alten Holzpellets trotz Nachtankens zunächst vollständig verbraucht werden.
Ein andere nicht sehr häufig genutzte Form der Lagerung ist der Erdtank. Wenn im Keller kein Platz ist, kann ein Lagertank unterirdisch in der Nähe des Heizraumes installiert werden. Die Pellets werden dann durch ein Saugsystem zum Vorratsbehälter am Heizkessel befördert.

Generell gilt: Eine hohe Pelletsqualität im Lagerraum senkt die Jahresbrennstoffkosten und vermeidet Funktionsstörungen der Heizanlage.

Ausführung des Lagerraums

  • staubdichte Ausgestaltung

  • zwei Anschlüsse/Kupplungen: Einblasen der Pellets und Staubabsaugung

  • Kupplungen kennzeichnen: „Einblasen" und „Staubabsaugung"

  • Metallrohre und Kupplungen müssen innen glatt sein

  • Einsatz einer Prallmatte aus Gummi

  • keine elektrischen Installationen

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Wie kommt der Brennstoff vom Lager in den Heizkessel?

Die Form der Pelletslagerung (Sackware oder lose Ware) entscheidet über den späteren Bedienungskomfort eines Pelletskessels. Gewöhnlich wird dies jedoch von der gewählten Kesselausführung vorgegeben. Im Falle eines integrierten Brennstoffbehälters werden die Pellets normalerweise in Säcken eingelagert und per Hand eingefüllt. Alternativ dazu können lose gelagerte Pellets durch ein Saugsystem in den Behälter gefördert werden.

 Lose Pelletsware wird überwiegend durch direkte Austragung aus dem Lagerraum mit einer Saugturbine in einen Tagesbehälter am Heizkessel gesaugt. Dies ist die flexibelste Lösung Pellets auch über Distanzen von bis zu 20m vom Lager zum Heizkessel zu transportieren. Auch zusätzliche Räume zwischen Lager und Heizraum stellen bei dieser Lösung kein Hindernis dar. Die Möglichkeit, Pellets direkt über ein Schneckensystem aus dem Lager zu transportieren schränkt die Position des Heizkessels zum Lagerraum unflexibel ein.

Ist die direkte Lagerung von Pellets in einem Raum z.B. aufgrund feuchter Wände nicht möglich, empfiehlt sich deren Lagerung in Silos aus GFK, Zinkblech oder Textilgewebe.

 
Raumaustragung - Einbaubeispiele
Der Pellets-Lagerraum kann bequem mittels Silo-Pumpwagen befüllt werden.
Die Lagerung des gesamten Jahresbedarfes (Einfamilienhaus ca. 4 - 6 Tonnen/Jahr) ist möglich.
Pellets sind ein genormter Brennstoff, bieten hohe Bequemlichkeit und somit eine echte Alternative zu fossilen Brennstoffen.

 
Flexible Fördertechnik
Die Saugaustragung als flexibles Fördersystem mit Hochleistungs-Saugturbine ermöglicht individuelle Planungsmöglichkeiten für Heiz- und Lagerräume.
Die kompakte Bauweise ermöglicht auch Lösungen für kleine Heizräume.

 

Brennstoffbedarf und Lagerraum
für einen Pelletskessel in einem Einfamilienhaus

ein Beispiel:

Nennwärmeleistung: 15 kW
Jahresvolllaststunden: 1.600 h
Heizwert Pellets: 5 kWh/kg
Schüttdichte: 650 kg/Sm3
Jahreswirkungsgrad: 90%

Jahresbrennstoffbedarf in Sm3:

Nennwärmeleistung x Jahresvolllaststunden/(Heizwert x Schüttdichte x Kesselwirkungsgrad)

15 kW x 1.600 h / (5 kWh/kg x 650 kg/Sm3 x 0,90) =

ca. 8 Sm3/a bzw. 5,3 t/a

oder

bisheriger Heizölverbrauch in Liter x 2 =
Holzpelletbedarf in kg

Lagervolumen in m3 :

Nennwärmeleistung x 0,9 m3/kW
15 kW x 0,9 m3/kW = 13,5 m3
nutzbares Lagervolumen (Rohlagerraum)
(abzüglich Bodenschräge und Deckenabstand)

2/3 x Rohlagerraum
2/3 x 13,5 m3 = 9 m3

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